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Syllabus: Digital Challenges to Institutions

This winter, we will be talking about digital challenges to institutions. This is the first time, I will be teaching a course specifically on the forms, effects, and contexts of digital challenges to institutions. This course builds on prior work I did with Ralph Schroeder and Sebastian Stier on the support digital media provided for challengers of the political status quo and the digital transformation of the public arena. I am very much looking forward to this course and the opportunity to dive deeper into these issues.

Course description: Digital technology has enabled challenges to various societal institutions. These challenges emerge on the organizational and normative level of institutions. For instance, on the organizational level, we are witnessing challenges to media organizations or established political parties. While on the normative level, we witness challenges to the goals and actual workings of institutions along the lines of social justice and political representation. Some of these challenges promise a reinvigoration and strengthening of democratic participation and representation, while some aim at a restriction of participatory rights and political representation to specific groups. In this course, we investigate various digitally enabled challenges to important societal institutions, such as journalism or political parties.

Syllabus.

Syllabus: Politische Kommunikation

Im Wintersemester 2021/2 biete ich in Bamberg ein neues Proseminar zur politischen Kommunikation an. Das Seminar vermittelt Teilnehmerinnen und Teilnehmern Grundlagen der aktuellen politischen Kommunikation und ihrer wissenschaftlichen Untersuchung.

Politische Kommunikation ist ein entscheidendes Element von Politik. Kommunikation entscheidet darüber, welche Themen, Probleme, Standpunkte öffentlich diskutiert werden und welche Gruppen und Personen Zugang zu Öffentlichkeit erhalten. Die Strukturen und Normen politischer Kommunikation unterliegen dabei einem durch die Digitalisierung ausgelösten, tiefgehenden Wandlungsprozess.

Welche Rolle spielt Information und Kommunikation in der Demokratie? Welche Bedeutung hat der etablierte Journalismus noch angesichts vielfältiger durch die Digitalisierung verfügbarer Alternativen? Welches Mediennutzungsverhalten sehen wir auf Seiten der Bevölkerung und mit welchen Effekten von kommunikativen Inhalten können wir rechnen? Und was heißt dies alles für politische Kampagnen? Dies sind nur einige der Fragen, die wir in diesem Seminar diskutieren werden.

Das Seminar gibt einen Überblick zu den normativen Grundlagen, Strukturen, Effekten und Akteuren politischer Kommunikation. Dabei stehen die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung für und ihres Einflusses auf politische Kommunikation im Vordergrund.

[Syllabus]

Twitter im Wahlkampf

Jasmin Riedl und Wiebke Drews haben mich eingeladen, für ihren Sparta-Blog zum Bundestagswahlkampf etwas zur Rolle von Twitter im Bundestagswahlkampf zu schreiben. Anbei meine Notizen:

Plötzlich trenden die Namen von Parteien, Politikerinnen und Politikern auf Twitter. Plötzlich schwemmen Reaktionen auf Fernsehduelle und -trielle oder im Internet gestreamter „Duelle der Herzen“ Twitter. Gleichzeitig erleben und ertragen wir überbordend enthusiastische oder enttäuschte Beiträge in unseren Timelines. Es muss wieder Wahlkampf in Deutschland sein. Kein Wahlkampf ohne Twitter-Begleitung. Aber warum eigentlich? Was können die 280 Zeichen langen Textschnipsel zum Wahlsieg beitragen?

Ein Tweet mag eine Wahl nicht entscheiden. Dennoch kann Twitter geschickt genutzt einen Beitrag zum Erfolg oder Misserfolg von Politikerinnen und Politikern leisten. Hier sind vor allem drei Funktionen des Microblogging-Dienstes im Wahlkampf wichtig:

Erstens erlaubt Twitter Politikerinnen und Politikern, gezielt Botschaften an die Öffentlichkeit zu senden. Twitter erlaubt schillernden, unkonventionellen oder auch extremen Politikerinnen und Politikern, ihre Botschaften an den Auswahl- und Kontrollmechanismen der traditionellen Nachrichtenmedien vorbei zu veröffentlichen. Ein Beispiel hierfür ist der ehemalige US-Präsidenten Donald Trump. Ihm gelang es über kontroverse Beiträge auf Twitter, auch die Nachrichtenberichterstattung traditioneller Medien zu beeinflussen. Dadurch erreichte er mit seinen Botschaften ein deutlich größeres Publikum als die Zahl seiner Follower auf Twitter. Geschickt genutzt erlaubt Twitter also, Einfluss auf die Medien-Agenda insgesamt auszuüben.

Zweitens bietet Twitter eine Bühne, um sich und die eigene Politik darzustellen. Das ist aber ein Balanceakt. In Ausgleich gebracht werden müssen die verspielten und die Kontroverse umarmenden Nutzungskonventionen der digitalen Plattform mit den Ansprüchen an Seriosität, denen die Kandidierenden sich gegenüber sehen. Häufig gelingt das nicht. Wenn es aber gelingt haben Politikerinnen und Politiker die Chance, als nahbare und authentische Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner wahrgenommen zu werden.

Drittens wird der Microblogging-Dienst häufig als Quelle für politische Stimmungsbilder genutzt. Parteien und Kandidierende testen mit Tweets die Reaktionen auf Meinungen oder Initiativen. Gleichzeitig bietet Twitter auch einen schnellen Überblick darüber, was Nutzerinnen und Nutzer zu ausgewählten Themen, politischen Episoden oder Personen zu sagen haben. Damit macht Twitter die Öffentlichkeit – oder zumindest die Twitter-Öffentlichkeit – sichtbar für politische Akteure. Dies ist verführerisch leicht, kann aber auch fehlleitend sein. Denn Twitter ist nicht repräsentativ für die Bevölkerung. Das heißt, die Zusammensetzung der Nutzerinnen und Nutzern weicht in entscheiden Punkten von der Zusammensetzung der Gesamtbevölkerung ab. Nutzt man also Twitter zur Erstellung von Meinungsbildern, läuft man Gefahr, ein verzerrtes Bild von öffentlicher Meinung oder politischen Machtverhältnissen zu erhalten.

Für Politikerinnen und Politiker sowie für Parteiorganisationen kann sich die informierte Nutzung des Microblogging-Dienstes also lohnen. Aber für den politischen Erfolg muss die Nutzung Teil einer zugrundeliegenden politischen Strategie sein. Sie darf weder beliebig noch zufällig sein.

Andreas Jungherr. 2021. Twitter im Wahlkampf. Sparta Blog. (2/9/2021).

Stellenanzeige: Akademische Rätin/Akademischer Rats auf Zeit Lehrstuhl für Steuerung innovativer und komplexer technischer Systeme

An der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist am Lehrstuhl für Steuerung innovativer und komplexer technischer Systeme die Stelle einer/eines

Akademischen Rätin/Akademischen Rats auf Zeit (Postdoc, m/w/d)
(100 % der regelmäßigen Arbeitszeit; Bes. Gr. A 13 oder TV-L E 13)

in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in (TV-L E 13) oder bei Vorliegen der erforderlichen Voraussetzungen in einem Beamtenverhältnis auf drei Jahre (mit Verlängerungsmöglichkeit bis zu drei weiteren Jahren) (Bes.Gr. A13) zum 1. Oktober 2021 zu besetzen.

Neben der Verpflichtung in der Lehre von 5 SWS im Bereich Politikwissenschaft, Nutzung experimenteller Methoden in der Sozialwissenschaft und/oder der Wirkung kommunikativer Interventionen (Kurse können ggf. auf Englisch angeboten werden) gehört die Mitarbeit in der Forschung und Drittmittelakquise am Lehrstuhl für Steuerung innovativer und komplexer technischer Systeme zum Aufgabenportfolio der Stelle.

Der Lehrstuhl konzentriert sich in der Forschung auf die Untersuchung der Auswirkung von Digitalisierung auf die Gesellschaft. Besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Veränderung von Diskursen, Kommunikationsumgebungen und -wirkungen. Darüber hinaus untersuchen wir Determinanten und Einflussfaktoren auf Technikakzeptanz oder -ablehnung. Perspektivisch werden diese thematischen Schwerpunkte in den nächsten Jahren durch die Themen Künstliche Intelligenz und Klimawandel ergänzt.

Anforderungsprofil:

  • Fachlich einschlägiger Hochschulabschluss (Diplom oder Master of Science) und qualifizierende Promotion in der Politikwissenschaft oder einem verwandten sozialwissenschaftlichen Fach (z.B. Kommunikationswissenschaft, Psychologie oder Soziologie);
  • Für das Beamtenverhältnis ist in dem entsprechenden Fach eine erfolgreich abgeschlossene Promotion erforderlich;
  • Kenntnisse in einem oder mehreren der folgenden Forschungsfeldern:
    • Digitalisierung in Gesellschaft und Politik,
    • politische Kommunikation,
    • politische Psychologie,
    • Technikakzeptanz und -ablehnung;
  • Erfahrungen in der Anwendung sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden mit quantitativem Schwerpunkt (z. B. Befragungen, Experimente) und Kenntnisse der Programmiersprache R; Kenntnisse in der Computational Social Science und der Open Science sind ein Plus;
  • Bereitschaft zur weiteren wissenschaftlichen Qualifikation (z.B. Habilitation);
  • Selbständiges Arbeiten, persönliches Engagement, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

Qualifizierte Kandidaten und Kandidatinnen werden aufgefordert, sich zu bewerben.

Allgemeines:

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist bestrebt, den Anteil von Frauen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurde von der Hertie-Stiftung als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Sie setzt sich besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben ein.

Bewerbung:

Ihre Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Publikationsliste, eine einseitige Skizze Ihres Forschungsprofils, Examenszeugnisse und Promotionsurkunde) senden Sie bitte in elektronischer Form (zusammengefasst zu einem PDF-Dokument) unter Angabe Stellenausschreibung an den Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Andreas Jungherr an die untenstehende E-Mail-Adresse.

Bewerbungsfrist: 31.07.2021

Fachliche Auskünfte erteilt Ihnen gerne Prof. Dr. Andreas Jungherr: andreas.jungherr[at]uni-bamberg.de

Kontaktadresse:

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrstuhl/Professur für Steuerung innovativer und komplexer technischer Systeme
Prof. Dr. Andreas Jungherr
96045 Bamberg
E-Mail: andreas.jungherr[at]uni-bamberg.de

Stellenanzeige Akad. Rat.a.Zeit – Lehrstuhl für Steuerung innovativer und komplexer technischer Systeme (Jungherr)

Job Ad: Postdoc at the Chair for the Governance of Complex and Innovative Technological Systems, University of Bamberg

At the Institute for Political Science of the Otto-Friedrich-University Bamberg, the Chair for the Governance of Complex and Innovative Technological Systems is seeking to fill the position of a

Postdoc researcher (Akademische/r Rat/Rätin auf Zeit, m/f/d)
(100 % of the regular working hours; remuneration class A 13 or TV-L E 13)

The position will initially be filled for three years (with the possibility of extension for up to three further years). It can either be filled in a temporary employment relationship as a scientific employee (TV-L E 13) or, if the necessary requirements are met, in a civil service relationship (Bes.Gr. A13).

Starting date is October 1, 2021.

Your responsibilities will include teaching requirements of 5 SWS in the field of political science, the use of experimental methods in the social sciences and/or the effect of communicative interventions (courses can be held in English). Your task portfolio will further include the cooperation in research and the acquisition of third-party funds at the Chair for the Governance of Complex and Innovative Technological Systems.

The chair’s research focuses on the impact of digital technology on society. Special attention is paid to the change of discourses, communication environments, and effects. Furthermore, we investigate determinants and influencing factors on technology acceptance or rejection. In the coming years, these thematic focuses will be supplemented by the topics of artificial intelligence and climate change.

Your Qualifications:

  • Relevant university degree (Diplom or Master of Science) and qualifying doctorate in political science or a related social science subject (e.g., communication science, psychology or sociology);
  • A successfully completed doctorate in the relevant subject is required for civil service employment;
  • Knowledge of one or more of the following research fields:
    • Digital technology in society and politics,
    • political communication,
    • political psychology,
    • technology acceptance and rejection;
  • Experience in the application of quantitative social science research methods (e.g., surveys, experiments) and knowledge of the programming language R; knowledge of computational social science and open science is a plus;
  • Willingness to pursue further academic qualifications (e.g., habilitation);
  • Independent work, personal commitment, communication and cooperation skills.

Qualified candidates are encouraged to apply.

General:

The Otto-Friedrich-Universität Bamberg strives to increase the proportion of women in research and teaching and therefore strongly encourages suitably qualified women to apply. Severely disabled applicants will be given preferential consideration if their suitability is otherwise essentially equal. The Otto Friedrich University Bamberg has been certified as a family-friendly university by the Hertie Foundation. It is particularly committed to the compatibility of family and working life.

Application:

Please send your application documents (letter of motivation, curriculum vitae, list of publications, a one-page outline of your research profile, examination certificates and doctoral degree certificate) in electronic form (compiled into one PDF document) to the chair holder Prof. Dr. Andreas Jungherr at the e-mail address below, indicating the job advertisement.

Application deadline: 31.07.2021

For further information please contact Prof. Dr. Andreas Jungherr: andreas.jungherr[at]uni-bamberg.de

Contact address:

Otto-Friedrich-University Bamberg
Chair for the Governance of Complex and Innovative Technological Systems
Prof. Dr. Andreas Jungherr
96045 Bamberg
E-mail: andreas.jungherr[at]uni-bamberg.de

Job Ad – Postdoc – Chair for the Governance of Complex and Innovative Technological Systems (English)

Panel Discussion: Social Media — Democratization or radicalization engine?

Eckehard Oblrich from the Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften was kind enough to invite me to a panel discussion for the “ODYCCEUS Online Conference – The Computational Analysis of Cultural Conflict“. Julia Ebner, Philipp Lorenz-Spreen and I discuss the role of Social Media in political discourse as democratization or radicalization engine. The discussion was a blast and there is a recording: