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Retooling Politics on the Social Media and Politics Podcast

Michael Bossetta was kind enough to invite me on this podcast Social Media and Politics to chat about Retooling Politics: How Digital Media are Shaping Democracy. We cover the book, Gonzalo’s, Daniel’s and my motivations for writing it, and bust some favorite myths on the role of digital media in politics. So if this sounds like your thing, why not give it a listen.

And once you are at it, make sure to check out previous episodes. Michael has been at it for a while and collected a set of veritable treasures for anyone interested in digital media in politics.

“Retooling Politics” seit heute in Deutschland verfügbar!

Seit heute ist “Retooling Politics: How Digital Media Are Shaping Democracy” in Deutschland verfügbar!

In Retooling Politics zeigen Gonzalo Rivero, Daniel Gayo-Avello und ich wie digitale Medien Politik verändern. Dabei bieten wir Alternativen zu Darstellungen, die digitalen Medien zwangsläufig transformativen Einfluss auf Politik und politische Macht zuschreiben und solchen, die digitale Medien für wirkungslos halten.

Wir diskutieren die Rolle von digitalen Medien in Politik nicht von ihrem vermuteten Effekt her – Transformation, Revolution, Niedergang oder Wirkungslosigkeit – sondern von Veränderungen in 6 Arten wie Politik praktisch gelebt wird.

Digitale Medien verändern die Struktur von Informationsräumen. Gatekeeper sind geschwächt und etablierte Geschäftsmodelle für Nachrichtenmedien beschädigt. Dies verändert die Verfügbarkeit und den Fluss pol Informationen sowie Möglichkeiten und Handeln von politischen Akteuren.

Digitale Medien verändern Wege auf denen politische Akteure Menschen erreichen. Indirekter Reach über traditionelle Medien und Partner wird geschwächt aber ergänzt durch neue Vermittler – wie z.B. digitale Plattformen – und direkten Reach über eigene Angebote.

Digitale Medien haben Effekte auf Empfänger. Diese sind jedoch eher klein und abhängig von Voreinstellungen und Nutzungskontexten. Dennoch müssen spezifische Kommunikationsbedingungen berücksichtigt werden. Dies kann zu einem erweiterten Verständnis von Medienwirkung führen.

Digitale Medien erleichtern die Koordination von Menschen. Das erklärt ihre wichtige Rolle in Protesten, sozialen Bewegungen und neugegründeten Parteien. Allerding setzt dies bereits bestehenden Willen zur Kooperation voraus. Hier ist die Rolle digitaler Medien begrenzt.

Erfolge in Koordination und Kommunikation über digitale Medien haben traditionelle Organisationen geschwächt. Organisationen bleiben jedoch weiterhin wichtig für die Artikulation und Realisierung politischer Interessen. Gleichzeitig zeigen digitale Alternativen hohe Fragilität.

Datenbasierte Verfahren helfen pol Akteuren in der Verfolgung Ihrer Ziele. Sei es in der Kampagnenführung oder der Kontrolle von Bevölkerungen, Daten sind wichtig und hilfreich. Aber wird alles was zählt tatsächlich gemessen bzw. zählt alles was gemessen wird tatsächlich?

Mit all diesen Entwicklungen verändern digitale Medien den alltäglichen Politikbetrieb entscheidend. Das heiß jedoch nicht, dass plötzlich alle politischen Machtstrukturen auf den Kopf gestellt werden oder dass sich jede und jeder plötzlich politisch einbringt.

Demokratie lebendig und offen zu gestalten, ist heute genauso schwierig wie früher. Digitale Medien verändern die Ausübung von Politik nicht ihre Grundbedingungen. Dies führt dazu, dass extreme Erwartungen sowohl von Optimisten als auch Pessimisten nicht eintreffen werden.

Während Optimisten eine Stärkung von Demokratie durch mehr Beteiligung erwarteten, gehen Pessimisten von einer Schwächung durch Manipulation und gesellschaftlicher Spaltung aus. Die einen erwarten scheinbar zu viel von Bürgerinnen und Bürgern und die anderen zu wenig.

Das alles und noch viel mehr diskutieren wir in unserem Buch. Das gilt z.B. auch für Echo-Kammern, Filterblasen, Microtargeting, Cambridge Analytica, Obama, Trump und Brexit.

Syllabus: Discursive Power

This summer, I will teach a course on “Discursive Power”. The course takes an article that I published last year with Oliver Posegga and Jisun An as a starting point to have students think broadly and systematically about discursive power in society in the context of the changes introduced by digital media.

Course Description:

Contemporary societies are in transition. The constellation of organizations, groups, and individuals contributing to national or international information flows has changed as a result of the digital transformation. The “hybrid media system” has proven to be one of the most instructive concepts addressing this change. Its focus on the mutually dependent interconnections between various types of media organizations, actors, and publics has inspired prolific research. Yet the concept can tempt researchers to sidestep systematic analyses of information flows and actors’ differing degrees of influence by treating media systems as a black box. To enable large-scale, empirical comparative studies aimed at identifying interdependencies and power relationships in contemporary information spaces, the concept of discursive power has proven helpful. This describes the ability of contributors to communication spaces to introduce, amplify, and maintain topics, frames, and speakers, thus shaping public discourses and controversies that unfold in interconnected communication spaces. This impacts political competition and provides inputs to the policy process. In the course, we discuss a series of theories to map this process and empirical approaches to analyze its dynamics and determinants.

  • Syllabus
  • Syllabus: Digital Media in Politics (SS 2020)

    Next week, I will start teaching this semester’s edition of the introductory course “Digital Media in Politics”.

    The course examines the impact of digital media on politics in international comparison. Digital media play an increasingly important role in politics. Be it political communication, the coverage of politics in the news, campaigning, public discourse, or collective action, various political fields are changing due to digital media. This makes it paramount to identify, assess, and understand the role of digital media in politics. Over the course, students will be introduced to important approaches in conceptualizing and measuring the effects of digital media on politics. In this, we will focus on the role of digital media in helping political actors fulfill specific tasks in their work, such as gaining representation in the political information space, reaching people, convincing and mobilizing people, coordination, organizing, and measuring and evaluating the impact of their actions.

  • Syllabus
  • Interview: Desinformation, Fehlinformation und Verschwörungstheorien im Umgang mit COVID-19

    Welche Rolle spielen Des- und Fehlinformation im Umgang mit dem Virus? Wie gefährlich sind sie, und wie verbreiten sie sich über die Sozialen Medien? Was kann die Wissenschaft, was kann der Gesetzgeber unternehmen, um „Fake News“ in Zeiten von COVID-19 entgegenzutreten? Der Konstanzer Medienforscher Andreas Jungherr geht diesen Fragen im Interview mit dem Konstanzer Uni-Magazin campus.kn nach.

    Welche Rolle spielen Desinformation, Fehlinformation und Verschwörungstheorien in unserem Umgang mit COVID-19?

    COVID-19 stellt uns alle vor große Herausforderungen im Umgang mit Informationen. COVID-19 betrifft uns alle direkt und persönlich. Gleichzeitig fällt es wahrscheinlich uns allen schwer, Informationen zu COVID-19 auf ihren Faktengehalt oder ihre Qualität hin einzuschätzen. Nicht zuletzt, da sich die Faktenlage zu COVID-19 ständig verändert. Entsprechend passen Regierungen und Wissenschaft kontinuierlich ihre Prognosen an oder korrigieren Handlungsempfehlungen. Dies wiederum gibt ihren Gegnern und Skeptikern Gelegenheit, Zweifel an ihrer Autorität, Kompetenz und der Wirksamkeit ihrer Interventionen zu säen.

    Gleichzeitig müssen Menschen angesichts großer Unsicherheit teilweise einschneidende Entscheidungen zu ihrem eigenen Schutz und dem anderer treffen. Entsprechend suchen sie nach Informationen über das Virus und die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen oder sind zumindest empfänglich, wenn andere sie auf Informationen aufmerksam machen. In dieser Situation ist es wichtig, auf qualitativ hochwertige Informationen zugreifen zu können. Gleichzeitig sind die Anreize für unterschiedliche Akteure hoch, Fehlinformation zu streuen.

    Urheber von gezielten Falschinformationen haben unterschiedliche Motive. Die zwei im Fall von für COVID-19 wahrscheinlich wichtigsten sind einerseite ökonomische Motive: Wenn viele Menschen nach Informationen zu COVID-19 suchen, können Anbieter mit aufsehenerregenden, aber falschen Informationen Besucher auf ihre Seite locken und damit über Werbeanzeigen, den Verkauf angeblicher Heilpräparate und -apparaturen oder der Installation von Malware Geld verdienen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch politische Motive: Unterschiedliche politische Akteure nutzen COVID-19 im politischen Wettbewerb. Dies kann in Form von Übertreibung oder Verharmlosung der Gefahren des Virus geschehen, fälschlicher Ursachenzuschreibungen oder auch der Politisierung von Gegenmaßnahmen.

    Gleichzeitig findet sich auch viel „ehrliche“ Falschinformation. Dies sind Informationen, die aus ehrlichen Motiven veröffentlicht und verbreitet werden, die sich im Laufe der Zeit jedoch als falsch herausstellen.

    Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit mit zu dem jeweiligen Zeitpunkt als korrekt vermuteten Wissensstand haben Des- und Fehlinformationen in der Regel den Vorteil, dass sie aufsehenerregender sind. Ihre Autoren nutzen Kontroversen, bestehende politische Bruchlinien und Emotionen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Dadurch fallen sie gegebenenfalls stärker auf und werden schneller verbreitet.

    Ist das gefährlich? Wenn ja, inwiefern?

    Des- und Fehlinformationen können zurzeit besonders gefährlich sein, wenn Menschen ihr Verhalten im Umgang mit COVID-19 auf falsche Informationen stützen. Dies kann persönliche Gefahren mit sich bringen, wenn man wirkungslose oder im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädliche Gegenmaßnahmen trifft oder Wirkstoffe nimmt.

    Gleichzeitig können Fehlinformationen auch die Wirkung und Legitimität kollektiver Maßnahmen gefährden, wie zum Beispiel Ausgangsbeschränkungen. In diesem Fall brächten sie gesellschaftliche Gefahren.

    Welche Rolle spielen die Sozialen Medien bei deren Verbreitung?

    Zuerst einmal muss man sagen, dass Soziale Medien in den ersten Wochen und Monaten der COVID-Pandemie eine der wenigen Quellen waren, mit deren Hilfe man sich zu Natur, Verbreitung und Umgang mit dem Virus umfangreich informieren konnte. Es gibt weiterhin sehr gute Informationen zu COVID-19 auf Sozialen Medien, aber heute muss man sich dort sehr anstrengen, diese in dem Wust anderer Informationen zu finden. Man ist also inzwischen wahrscheinlich besser bedient, sich auf die Berichterstattung etablierter Medienanbieter zu verlassen. Es sei denn natürlich, man hat eine Gruppe von kompetenten und vertrauenswürdigen Quellen in den Sozialen Medien für sich kultiviert.

    Bekommt die Verbreitung von Unwahrheiten über Soziale Medien durch die Corona-Pandemie besonderen Auftrieb? Und inwiefern sind sie jetzt gerade womöglich gefährlicher als vor der Pandemie?

    Des- und Falschinformationen verbreiten sich auf den Sozialen Medien immer in Zeiten von Unsicherheit oder politischen Streits. Wie ich vorher schon beschrieben habe: COVID-19 ist genau ein solcher Fall. Viel gesellschaftliche Aufmerksamkeit bedeutet hohe potenzielle Gewinne für die Urheber von Desinformationen, und das heißt: Das Angebot steigt.

    Gleichzeitig haben wir es auch mit einer Situation zu tun, in der es legitime Unsicherheit über das zugrundeliegende Problem und entsprechende Maßnahmen gibt. Das bedeutet, dass heutige Best Practice morgen schon Fehlinformation sein kann. Dieses gesteigerte Maß an Unsicherheit macht es für Einzelne schwerer, die Glaubwürdigkeit von Informationen und Quellen einzuschätzen.

    Gerade Menschen, die ohnehin Zweifel an Medienanbietern oder staatlichen Institutionen haben, zieht es zu alternativen Informationsquellen. Hier kann es dann auch einen besonderen Reiz ausmachen, dass Des- und Falschinformationen sich gegen den Mainstream richten, den die Nutzer dieser Quellen ohnehin schon als „Gegner“ ausgemacht haben.

    Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass Soziale Medien ursächlich für die Verbreitung von Falschinformationen sind. Zum einen finden wir dort viele Informationen, die im Diskurs der professionellen oder institutionellen Medien und Informationsquellen (noch) nicht berücksichtigt werden. Zum anderen sind einige der einflussreichsten Verbreiter von Zweifel und Falschinformationen politische Akteure. Das beste Beispiel ist natürlich Donald Trump in den USA.

    Welche Trends im Umgang der Sozialen Medien mit COVID-19 beobachten Sie?

    Die Plattformbetreiber scheinen das Thema sehr ernst zu nehmen. Sie scheinen auch deutlich bereiter zu sein, aktiv einzugreifen, als sie es im Fall politischer Des- oder Falschinformation in Wahlkämpfen typischerweise sind.

    Welche Social-Media-Kanäle stehen besonders im Fokus der Verbreitung von Fake News und Verschwörungstheorien?

    Aufgrund ihrer großen Nutzerzahlen stehen hier Twitter und Facebook natürlich immer im Vordergrund. Gleichzeitig unternehmen diese Plattformen aber auch große Anstrengungen, um Falschinformationen zu identifizieren und ihre Verbreitung zu stoppen.

    Ein wahrscheinlich mindestens ebenso wichtiger Verbreitungskanal ist der Messenger-Dienst Whatsapp, da sich hier Menschen in ihrem direkten sozialen Umfeld Informationen weitergeben können. Von außen erhalten wir hier jedoch keinen Einblick, welche Informationen im Umlauf sind, woher sie kommen oder welche Prominenz sie erreichen. Von Berichten durch unabhängige Fact-Checker wissen wir jedoch, dass sie gerade während der Corona-Krise ungewöhnlich hohe Zahlen an Requests für den Test von dort verbreiteten Informationen erreichen.

    Mit welchen Mitteln kann die Wissenschaft den Urhebern von ``Fake News`` und Verschwörungstheorien überhaupt erfolgreich entgegentreten?

    Aus meiner Sicht ist die erste Frage, die sich Wissenschaftler zurzeit stellen sollten, ob sie tatsächlich auf Basis ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit zu diesem Themenbereich in der Öffentlichlichkeit etwas beitragen können. Nur durch die selbstkritische Antwort auf diese Frage vermeiden wir Wissenschaftler es, selbst zur Unsicherheit und zum Rauschen im Informationsraum beizutragen.

    Beispiele für gute Wissenschaftskommunikation gibt es aber viele. In Deutschland ist Christian Drosten mit seinem Podcast im NDR wohl derjenige Wissenschaftler, der zur Zeit die sichtbarsten und hilfreichsten Beiträge leistet. Er bietet ein gutes Beispiel für die Vermittlung von Forschungsergebnissen und -prozessen an eine breite und betroffene Öffentlichkeit. Besonders gut gelingt ihm aus meiner Sicht die Verortung des aktuellen Wissenstands und der zugrundeliegenden Unsicherheit wissenschaftlicher Arbeit und Evidenz-Entwicklung. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Debatte.

    Gleichzeitig sieht man am Umgang der Medien mit seinen Aussagen und seiner Person aber auch die Risiken, die es für Wissenschaftler mit sich bringt, in die Öffentlichkeit zu gehen und sich als Gesprächspartner zur Verfügung zu stellen. Selbst sehr verantwortliche und gelassene Informationsvermittlung und -einordnung in der Öffentlichkeit bietet interessierten Akteuren eben Anlass zur Instrumentalisierung und Politisierung. Hier müssen Wissenschaft und Medien lernen, im Umgang miteinander besser und rücksichtsvoller zu werden.

    In Krisenzeiten werden an den Gesetzgeber häufig Forderungen gestellt, durch neue Gesetze auf die besondere Situation zu reagieren. Was halten Sie von rechtlichen Zwangsmitteln gegen die Verbreitung von Falschmeldungen über COVID-19, wie sie beispielsweise Boris Pistorius vorschlug, der Innenminister von Niedersachsen?

    Hier wäre ich sehr vorsichtig. Einerseits fehlt uns eine belastbare empirische Basis dafür, wie weitverbreitet Des- und Falschinformationen auf digitalen Medien tatsächlich sind, wie stark sie konsumiert und verbreitet werden, und ob Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich auf ihrer Basis ihr Verhalten anpassen. Es erscheint mir riskant, auf Eindrücken, die zur Zeit doch rein anekdotischen Charakter haben, weitreichende Zwangsmaßnahme auszurollen.

    Gleichzeitig sollte die Politik allerdings durchaus prüfen, ob ein durch die Krise ausgelöster Rückgang in der Anzeigenkundschaft eine zusätzliche Bedrohung für die Medienlandschaft bedeutet. Ein durch die COVID-19-Krise ausgelöstes Zeitungssterben könnte weitreichendere Konsequenzen haben als Des- oder Falschinformationen auf Sozialen Medien. Gegenebenfalls könnten hier staatliche Eingriffe und Hilfestellungen also wichtiger sein als der weitgehend symbolische Kampf gegen Des- und Falschinformationen online.

    New Publication: The Role of Flag Emoji in Online Political Communication

    New journal article in Social Science Computer Review with Ankit Kariryaa, Simon Rundé, Hendrik Heuer, and Johannes Schöning (all computer scientists from University of Bremen). In The role of flag emoji in online political communication we examine usage patterns of flag emoji in tweets published by MPs in Germany and the United States. Here is our abstract:

    Abstract: Flags are important national symbols that have transcended into the digital world with inclusion in the Unicode character set. Despite their significance, there is little information about their role in online communication. This article examines the role of flag emoji in political communication online by analyzing 640,676 tweets by the most important political parties and Members of Parliament in Germany and the United States. We find that national flags are frequently used in political communication and are mostly used in-line with political ideology. As off-line, flag emoji usage in online communication is associated with external events of national importance. This association is stronger in the United States than in Germany. The results also reveal that the presence of the national flag emoji is associated with significantly higher engagement in Germany irrespective of party, whereas it is associated with slightly higher engagement for politicians of the Republican party and slightly lower engagement for Democrats in the United States. Implications of the results and future research directions are discussed.

    Ankit Kariryaa, Simon Rundé, Hendrik Heuer, Andreas Jungherr, and Johannes Schöning. 2020. The role of flag emoji in online political communication. Social Science Computer Review. doi: 10.1177/0894439320909085 (Online First).

    Neue Veröffentlichung: Desinformation Konzepte, Identifikation, Reichweite und Effekte

    Für einen Workshop der Landesanstalt für Medien NRW habe ich einen kurzen Überblick zum Forschungsstand zur Prominenz und Wirkung von Des- und Misinformation in digitalen Medien verfasst. Die Beiträge für den Workshop wurden nun in einem Sammelband der Landesanstalt für Medien veröffentlicht.

    Andreas Jungherr (2020). Desinformation: Konzepte, Identifikation, Reichweite und Effekte. In Was ist Desinformation? Betrachtungen aus sechs wissenschaftlichen Perspektiven. Düsseldorf: Landesanstalt für Medien NRW. S. 23-30.

    Öffentlicher Vortrag – Tatort Demokratie: Digitale Medien im Verdacht

    Heute Vortrag am Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) von Prof. Ralph Schroeder (Oxford Internet Institute) und Prof. Andreas Jungherr (Universität Konstanz) mit anschließender Podiumsdiskussion über die Rolle digitaler Medien in der politischen Kommunikation.

    Schlägt man dieser Tage eine Tageszeitung auf, schaltet in eine Diskussionssendung oder klickt auf Meinungsbeiträge in digitalen Medien, entsteht leicht das Bild, die Demokratie befände sich in einer Krise. Eine Krise ausgelöst durch digitale Medien. Die Gefahr von Filterblasen, Manipulation und Desinformation ist im öffentlichen Diskurs allgegenwärtig.

    Die Veranstaltung nimmt das Spannungsverhältnis von Demokratie und der Rolle digitaler Medien in den Blick. Schädigen digitale Medien den politischen Kommunikationsraum oder werden sie zu Unrecht diskreditiert? Wie gehen etablierte Akteure sowie neue politische Kräfte mit digitalen Medien um, und mit welchen Folgen? Und welche Rolle spielt die Wissenschaft in Zeiten wachsender Unsicherheit und des Misstrauens?

    In Ihrem Vortrag am Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) beleuchten Prof. Ralph Schroeder (Oxford Internet Institute) und Prof. Andreas Jungherr (Universität Konstanz) die Rolle digitaler Medien in der politischen Kommunikation und der öffentlichen Meinungsbildung. An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen Prof. Simon Hegelich (TU München) und Dr. Anna Sophie Kümpel (LMU) teil. Die Veranstaltung wird von Prof. Hannah Schmid-Petri (Universität Passau) moderiert.

    Interview zum Thema des Vortrags.