Chapter · 2018
Twitter-Daten in der Wahlkampfforschung
Andreas Jungherr, Pascal Jürgens, and Harald Schoen
In Computational Social Science: Die Analyse von Big Data, edited by Andreas Blätte, Joachim Behnke, Kai-Uwe Schnapp, and Claudius Wagemann, pp. 255–293 · Nomos
Abstract
Die stetig steigende Nutzung digitaler Dienste hat eine neue Datenquelle für die sozialwissenschaftliche Forschung entstehen lassen. Die Forschungspotenziale digitaler Spurendaten – also von Daten, die Interaktionen von Nutzern mit digitalen Diensten dokumentieren, – werden verstärkt von Sozialwissenschaftlern und sozialwissenschaftlich interessierten Informatikern diskutiert und ausgelotet. Diese Daten können bewusst von Nutzern erzeugt worden sein – zum Beispiel Tweets, Facebook-Posts oder Photos, die auf Flickr oder Instagram veröffentlicht wurden. Unter den Begriff „digitale Spurendaten“ fallen aber auch durch Nutzer weitgehend unbewusst produzierte Daten – zum Beispiel Meta-Informationen, die Nutzer-Interaktionen begleiten: wo fand die Interaktion statt, wann oder über welches Gerät. Diese Daten versprechen Forschern neue Erkenntnisse über Muster menschlichen Verhaltens, das durch die Nutzung digitaler Werkzeuge begleitet wird.