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Month October 2019

Syllabus: Die Analyse politischer Effekte Digitaler Medien – Methoden und Konzepte

Im Wintersemester 2019/2020 biete ich an der Universität Konstanz einen neuen Kurs zur Untersuchung politischer Effekte digitaler Medien an. Ziel des Kurses ist, Studierende mit der praktischen Untersuchung entsprechender Effekte vertraut zu machen. Wir beginnen mit der Diskussion möglicher Effekte in unterschiedlichen politisch relevanter Gesellschaftsbereiche:

  • Informationsfluss in zeitgenössischen Mediensystemen;
  • Kommunikation in politisch homogenen und heterogenen Kommunikationsumfeldern: Echo-Kammern und Filter-Blasen;
  • Politische Reden und Texte;
  • Aktivismus: Aktivierung der Desinteressierten oder Ermächtigung der Ermächtigten?
  • Demokratie.

Studierende werden aus diesen Themenbereichen individuelle Fragestellungen erarbeiten und diese anhand von passenden Datensätzen im Verlauf des Semester in Gruppenarbeit untersuchen. Hierbei liegt ein Schwerpunkt des Seminars in der Vertrautmachung vielfältiger Effektarten, Datensätzen und Untersuchungsstrategien.

Kursbeschreibung:

Digitale Medien beeinflussen eine immer größere Zahl politischer Prozesse und Bereiche. Die Untersuchung ihrer spezifischen Charakteristiken und Effekte ist damit eine Kernaufgabe zeitgenössischer Politikwissenschaft. In diesem Seminar lernen Studieren- de, relevante Konzepte, Methoden und Datensätze für die Analyse unterschiedlicher politischer Effekte digitaler Medien kennen. Hierbei liegt der Schwerpunkt des Seminars darauf, dass Studierende lernen, Konzepte und theoretische Wirkungsannahmen zu ope- rationalisieren und anhand bestehender oder von ihnen erhobenen Datensätze empirisch zu untersuchen. Vorkenntnisse in der Nutzung quantitativer empirischer Methoden und der Nutzung von Programmen zur computergestützten Datenanalyse sind empfohlen. Prüfungsleistungen bestehen aus Präsentationen im Seminar, in Gruppenarbeit entwickelter Forschungsdesigns und der Abgabe einer empirischen Hausarbeit nach Ende des Seminars.

Lernziele: Studierende lernen ihre Erwartungen der Effekte digitaler Medien in der Politik in empirische Untersuchungsdesigns zu übersetzen und diese anhand empirischer Daten und Methoden umzusetzen.

[Seminarplan]

Syllabus: Methoden der Sozialwissenschaftlichen Text- und Bildanalyse

Im Wintersemester 2019/2020 biete ich an der Universität Konstanz einen neuen Kurs zur sozialwissenschaftlichen Arbeit mit Text- und Bilddaten an. Gleichzeitig wird der Kurs auch von Oliver Posegga an der Universität Bamberg für Studierende der Wirtschaftswissenschaft angeboten. Der Kurs zielt darauf, Studierende mit der praktischen Durchführung von interdisziplinären Forschungsprojekten auf Basis von Text- und Bilddaten vertraut zu machen. Hierfür werden wir in interdisziplinären Kleingruppen mit Teilnehmern beider Standorte an durch Studierende selbst entwickelten Projekten arbeiten. Die Forschungsprojekte fallen grob in die Bereiche:

  • Aktivismus;
  • Online-Kulturen: Flaming, Hatespeech und Gruppendynamik;
  • Politische Reden und Texte;
  • Skandale;
  • Verzahnung von Medienberichterstattung und Onlinekommunikation.

Studierende werden aus diesen Themenbereichen individuelle Fragestellungen erarbeiten und diese anhand von Text- oder Bilddaten aus unterschiedlichen Quellen (wie zum Beispiel Medienberichte, Parteiprogramme oder Social Media Dienste) im Verlauf des Semester untersuchen.

Kursbeschreibung:

Immer mehr Teile gesellschaftlichen Lebens werden durch Text dokumentiert. Dies öffnet unterschiedlichen Wissenschaften, wie zum Beispiel den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, neue Forschungsbereiche oder zumindest neue Perspektiven auf alte Fragen. Die Digitalisierung hat diesen Prozess verstärkt. Sie erlaubt nicht nur die Bereitstellung und Untersuchung großer Textmengen, sie schafft auch neue Form von textlicher Begleitung gesellschaftlichen Lebens, z. B. in Form von Social Media oder automatisierten Transkripten von Audio- oder Videoinhalten. In Ergänzung zu diesen neuen Textdaten gibt es auch viele etablierte Textarten, die vielversprechende Analyseobjekte darstellen; seien es z. B. die alltägliche Medienberichterstattung und öffentlich verfügbare Anschlusskommunikation in Form von Kommentaren oder offizielle Dokumente (wie z. B. Transkripte von Parlamentsdebatten, Gesetzestexte und Verordnungen oder offizielle Presseerklärungen). Solche und andere Textarten können sowohl quantitativen als auch qualitativen Analysedesigns als Grundlage dienen. Unabhängig des gewählten Forschungsdesigns stehen Forscher und Forscherinnen vor einer Reihe grundlegender Fragen, die sie im Ablauf ihrer Analysen bewusst beantworten müssen.

In diesem Seminar werden Studierende mit grundlegenden Verfahren der sozialwissenschaftlichen Textanalyse vertraut gemacht. Hierbei liegt der Schwerpunkt des Seminars darin, Studierende in Kleingruppen ein selbstgewähltes Forschungsprojekt durchlaufen zu lassen. Im Rahmen dieses Projektes lernen sie praktisch die typischen Entscheidungspunkte der Forschung auf Basis von Textdaten kennen und erfolgreich zu lösen. Entsprechend bestehen die Prüfungsleistungen des Seminars aus Präsentationen, verschiedener praktischer Übungen im Semesterverlauf und der Abgabe einer empirischen Hausarbeit nach Ablauf des Seminars.

[Kursplan]

[Projektwebseite]